Probleme für 1&1-Kunden: E-Mails werden als Spam eingestuft, da SPF-Records keine eindeutigen IP

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mirko
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Re: Probleme für 1&1-Kunden: E-Mails werden als Spam eingestuft, da SPF-Records keine eindeutigen IP

Beitrag von mirko » 24.06.2018, 11:52

Wenn die ständig die IP-Adresse ändern, hat man echt keine Chance. Man muss einen externen E-Mail-Server verwenden, z.B. Amazon SES, das kostet nur 1-2 US-$ im Monat, je nachdem wie viele E-Mails man versendet. Zur Nutzung von Amazon SES muss man SPF-Records und DomainKeys setzen dürfen, sonst ist Amazon SES nicht nutzbar. Ebenfalls muss man sich ständig um die unzustellbaren E-Mail-Adressen kümmern, sonst wird der Account gesperrt.

Overtone69
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Probleme für 1&1-Kunden: E-Mails werden als Spam eingestuft, da SPF-Records keine eindeutigen IP

Beitrag von Overtone69 » 23.06.2018, 18:16

Wir haben seit einigen Jahren bei 1&1 einen “Managed Server” angemietet. Der E-Mail-Versand findet bei 1&1 “Managed Server”-Nutzern immer über einen externen “Shared-Mailserver” statt. Viele der E-Mails kommen nicht an, da die 1&1-SPF-Records keiner eindeutigen IP zugewiesen werden können.

Grund: Unsere E-Mails werden als “Managed Server”-Nutzer nicht über unseren Webserver, sondern über einen “Shared-Mailserver” versendet. Diese “Shared-Mailserver” haben keine permanente identische IP-Adresse sondern wechseln diese in unregelmäßigen Abständen (möglicherweise wechselt nicht die IP sondern unsere jeweilige E-Mail-Adresse physisch auf unterschiedliche Shared-Mailserver. Dies ist sogar sehr wahrscheinlich, da oft zeitgleich der Shared-Mailserver von E-Mail-Adresse A eine andere IP einsetzt als der Shared-Mailserver von E-Mail-Adresse B!). Nähere Auskünfte dazu erhält man von 1&1 nicht. Warum 1&1 diese Strategie fährt ist uns nicht ganz klar. Möglich wäre diese Vorgehensweise natürlich um das mehr oder weniger permanent vorhandene Blacklisting aller Mailserver durch einen IP-Adressen-Wechsel zu umgehen oder zumindest auf wenige Blacklists zu beschränken bzw. den Blacklists einen neuen „weißen“ Mailserver vorzugaukeln. Da dieser „neue“ Mailserver in der Regel nach wenigen Stunden oder eventuell wenigen Tagen wieder auf diversen Blacklists landet geht dann das Spiel von vorne los. Dieses Verfahren wird jetzt aber immer problematischer seit die SPF-Prüfung beim E-Mail-Versand in den letzten Jahren weltweit rapide zugenommen hat. Zum Prüfen der jeweiligen Spameinstufung gibt es verschiedenen Dienste im Internet, bspw. www.mail-tester.com. ” Wir haben die technische Hotline von 1&1 mit den niederschmetternden Testergebnissen konfrontiert, was die Hotline fachlich zunächst sehr herausforderte. Schließlich schlug die Hotline nach intensiver Rückfrage vor, den folgenden Softfail bzw. Hardfail als SPF-Record auf der jeweiligen Domain einzusetzen:

v=spf1 include:_spf.perfora.net include:_spf.kundenserver.de –all


Dies führt beim E-Mail-ersand-Test mittels mail-tester.com zu folgendem eindeutigen Ergebnis:

Als aktuellen SPF-Record erhalten wir das Ergebnis:
v=spf1 include:_spf.perfora.net include:_spf.kundenserver.de -all

Das sollte geändert werden in:
v=spf1 include:_spf.perfora.net include:_spf.kundenserver.de ip4:217.160.78.34 ~all


Und genau das ist bei 1&1 nicht möglich, da sich ja die IP des Mailservers (in diesem Fall 217.160.78.34) ständig und willkürlich ändert.
1&1 konnte uns diesbezüglich nicht weiterhelfen bzw. ist überfordert. Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder Probleme mit 1&1 oder generell mit dem Einsatz von SPF-Records?

Mit freundlichen Grüßen
Roman Arnold

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